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# 19 - Ist Masochismus erlernbar?

Seltsame Frage, doch stellt sie den Kern meiner aktuellen Überlegungen dar.

Wie kommt man überhaupt auf diese Frage?

Über den "Warum tue ich mir das eigentlich an?"-Ansatz.
Meine bisherige Antwort "Weil ich es möchte." wollte ich hier mal genauer erläutern.

Die Bilder in meinem Kopf, von denen ich damals sprach, sind nicht leicht umzusetzen. An viele wage ich mich jetzt noch nicht mal heran, mögen sie noch so erregend und geil sein, verlangen sie mir Dinge ab, die ich jetzt noch nicht erreichen kann.
Dennoch möchte ich an diesen Punkt kommen, nur verlangt das eben Training.

Ich liefere mal zwei Beispiele ^^

Cuttings. Klinge vs. Haut. Eigentlich ein einmaliges Ding, man schneidet mit einem Skalpell, lässt es verheilen, man sieht es nicht mehr. Ich bevorzuge allerdings dauerhafte Dinge und habe mich so für die Variante "Wir ziehen es so oft nach, bis es deutliche Narben gebildet hat" entschieden.
Nun ist es so, dass ich weiß, dass ich dieses Gefühl liebe, dass ich es genießen kann. Doch noch gewinnt die Panik die Oberhand, ich quietsche und jammere, bettel darum, dass er es sein lässt. Erst einmal hatten wir den Moment erreicht, an dem ich vollkommen ruhig war. Die Augen geschlossen, der Körper entspannt, die Atmung ruhig. Und es hat sich wundervoll angefühlt. Um diese Stufe wieder zu erreichen, muss ich meine Angst besiegen, muss meinem Partner und dem Werkzeug vertrauen können, was einfach Übung verlangt.

Ebenso war es auch mit den Nadeln. Sein erster Versuch auf meinem Rücken war vorbei, noch bevor er die erste Nadel gesetzt hatte. Ich hatte panische Angst, musste mich erst beruhigen und schob mir kurz darauf die erste Nadel selbst unter die Haut. An diesem Abend fanden 10 Nadeln den Weg auf meine Brust, ich habe mir ganz genau angesehen, wie die Nadeln eindringen, habe versucht, den Schmerz für mich einzuordnen und als "ungefährlich" einzustufen, doch reichten diese paar Nadeln noch aus, um meinen Kreislauf rotieren zu lassen. Doch mit jedem Versuch wurde es weniger, ich gewöhnte mich an dieses Pieksen, das Ziehen, wenn die Nadeln erstmal stecken. Und vor zwei Tagen konnte mein Freund mir die ersten Nadeln auf dem Rücken setzen, ohne dass ich allzu panisch wurde. Klar tut es weh, doch ich lerne langsam damit umzugehen. Und genau das ist das Ziel.

Ich möchte lernen, um mit diesen Dingen umzugehen, um mich meine Phantasien zu nähern.
Dieses Aushalten, das Erzwingen des Weges zum eigentlichen Ziel ist für mich etwas sehr schönes. Jeder Schritt ist mit einem Erfolgserlebnis verbunden, einem Hochgefühl, der Tatsache, dass man wieder etwas erreicht habe.

Insofern: ja, für mich ist er erlernbar. Ob das auch für andere gilt, kann ich jedoch nicht sagen.
21.2.09 23:37


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